Tiergestützte Therapie

Zahlreiche Studien ermittelten, dass Tiere beim Menschen stressreduzierend wirken können. Über Experimente fanden Forscher heraus, dass der Blutdruck der Teilnehmer sich senkte, sobald sie ein Tier streichelten. Selbst die bloße Anwesenheit eines Tieres kann positive Auswirkungen haben. Und das Kraulen des Fells eines Hundes lenkt von alltäglichen Sorgen ab und lässt ein Gefühl der Behaglichkeit und des Trostes aufkommen. So kann das Tier wie ein ruhiger Pol wirken. Der freundliche und ehrliche Charakter eines Tieres überwindet schnell soziale Barrieren, öffnet Herzen und schafft eine entspannte Atmosphäre.

Wenn die Sprache bei alten, kranken oder behinderten Menschen beeinträchtigt oder jemand durch eine dementielle Erkrankung verwirrt ist, ziehen sich die Betroffenen oft in sich selbst zurück. Die Hunde erreichen diese Menschen auf einer Ebene ohne Worte. Sie schenken unvoreingenommen Zuwendung und können so selbst Schwerkranken aus ihrer inneren Isolation helfen.

 

Ältere und Menschen mit Behinderung, Kinder, aber auch Kranke reagieren auf Kontakt mit Tieren sehr positiv. Nicht allen ist es jedoch möglich, sich ein eigenes Haustier zu halten. Deshalb wird das Angebot von "Besuchs - und Therapiebegleithundenhunden" sehr gerne angenommen.
Auf Wunsch machen die Hunde zusammen mit ihrem Besitzer Besuche z.B. in Senioren- oder Behinderteneinrichtungen.

Eine noch speziellere ausgebildete Form ist die Tiergestützte  Therapie.
Diese Therapieverfahren sind alternativmedizinische Behandlungsverfahren zur Heilung oder zumindest Linderung der Symptome bei psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen und Behinderungen, bei denen Tiere eingesetzt werden. Je nach Tierart wird tiergestützte Therapie in verschiedenen Einsatzgebieten praktiziert. Es gibt z. B. Angebote mit Delfinen, Hunden, Pferden und Lamas.

 

Die Hundgestützte Therapie ist eine Form der Tiergestützten Therapie. Sie wird ausschließlich von ausgebildeten Fachkräften aus dem Bereichen Therapie, Pädagogik, Soziales oder Medizin mit einer Fortbildung zum tiergestützten Therapeuten angewandt. Denn die krankheitsheilende Wirkung von Tieren allein ist nicht bewiesen. Tiergestützte Therapeuten, oder Therapiebegleithundeteams arbeiten mit dem ausgebildeten Therapiehund als Medium, um die Therapie/ Behandlung der Erkrankung oder Behinderung des Patienten zu erleichtern oder angenehmer zu gestalten. Die hundegestützte Psychodiagnostik ist besonders in den Bereichen, in denen verbale Diagnoseverfahren scheitern, angezeigt. In Bereichen, in denen keine oder nur minimale Verbalkommunikation möglich ist (Sprachstörungen, Sprachbarrieren, Gehörlosigkeit, Autismus) gilt die hundegestützte Psychodiagnostik bei ihren Anwendern als besonders effektiv. Sie versuchen zu belegen, dass verschiedene autistische bzw. psychotische Störungen nur über die hundegestützte Psychodiagnostik unterschieden werden könnten.

 

Auch hier hat Coburger Sozialdienst e.V. dafür ausgebildete Hunde. Die Golden – Retriever Hündin „Penny Lane“ und der Golden Retriever Rüde "Stormy" sind zertifizierte Therapie-Begleithunde und werden vornehmlich auch bei schwerstbehinderten Menschen (Einzeltherapie) eingesetzt. Gerade unser Stormy ist der Spezialist für Demenz-Patienten, ein sog. Alzheimer-Hund.

 

 

Alle Therapie-/- Besuchshundeteams sind auf ihre Aufgabe sorgfältig vorbereitet. Die Hunde haben einen Eignungs-/Wesenstest absolviert und der/die Besitzer/in werden ständig geschult. Jeder Therapie-/ Besuchshund wird regelmäßig untersucht, geimpft und entwurmt.

 



Auch Kindergärten und Schulen werden besucht. Sie können selbst wählen, in welcher Form der Besuch stattfinden soll (Einzel- oder Gruppenbesuch, in der Einrichtung, zu Hause, im Freien etc.).
Die Besuche finden in Absprache mit der Einrichtungsleitung, den Hundebesitzern und den Klienten in einem regelmäßigen Turnus statt.

Besuch im Altenheim

Kevin zu Besuch

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14.03.2019

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© Ruth Schneider