Familienpflege

Was ist die Familienpflege eigentlich?

Die ambulante Familienpflege ist eine besondere Hilfeleistung für Familen mit Kindern bis zum 14. Lebensjahr. Im Vordergrund steht die Versorgung und Betreuung der im Haushalt lebenden Kinder , wenn es durch Krankheit oder einer anderen Notsituation die Person (Elternteil) die den überwiegenden Teil der Betreuung der Kinder/des Kindes nicht mehr übernehmen kann, zu gewährleisten

Seit dem 01.01.19991 ist das Achte Sozialgesetzbuch (SGB VIII) - Kinder-und Jugendhilfegesetz (KJHG) in Kraft.
Im §20 ist die Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen geregelt.

§20 SGB VIII

(1) Fällt der Elternteil, der die überwiegende Betreuung des Kindes übernommen hat, für die Wahrnehmung dieser Aufgabe aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründenaus, so soll der andere Elternteil bei der Betreuung und Versorgung des im Haushalt lebenden Kindes unterstützt werden, wenn

1. er wegen berufsbedingter Abwesenheit nicht in der Lage ist, die Aufgabe wahrzunehmen,

2. die Hilfe erforderlich ist, um das Wohl des Kindes zu gewährleisten,

3. Angebote der Förderung des Kindes in Tageseinrichtungen oder in Tagespflege nicht ausreichen.

(2) Fällt ein alleinerziehender Elternteil oder fallen beide elternteile aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen aus, so soll unter der Voraussetzung des Absatzes 1 Nr.3 das Kind im elterlichen Haushalt versorgt und betreut werden, solange es für sein Wohl erforderlich ist.

Die Leistungen der ambulanten Familienpflege

Da die meisten Fachkräfte für Familienpflege Frauen sind, verwende ich hier im Text stets die weibliche Form!

Die ambulante Familienpflege ist eine fachlich gezielt eingesetzte Hilfe, die in den Haushalten der betroffenen Familien erfolgt.
Man kann von "professionellem Alltagsmanagement" sprechen. Fachkräfte bieten in Absprache mit der Familie konkrete Unterstützung zur Bewältigung des Alltags an und erhalten oder fördern so die Selbsthilfekräfte der Familie.

Zu den Arbeitsinhalten zählen:
Pädagogische Betreuung der Kinder einschließlich Säuglingspflege, Pflege von erkrankten Familienangehörigen, Erledigung der alltäglichen Hausarbeit,Hilfestellung bei der Inanspruchnahme weiter notwendigen Leistungen.

-Pädagogische Betreuung:
Dazu gehören die Betreuung der Kinder in Absprache mit den Eltern, die Versorgung von Neugeborenen, die Sicherstellung des Kindertagesstätten- oder Schulbesuchs und ggf. die Begleitung zu notwendigen medizinischen, therapeutischen oder sportlichen Maßnahmen;
Hausaufgabenbetreuung, Spiele, Gespräche, Anregungen zur Freizeitgestaltung,Aufrechterhaltung sozialer Kontakte etc.

-Grundpflege (erkrankter Personen)
Hierzu zählen die Umsorgung erkrankter Personen sowie Krankenbeobachtung und - wenn nötig - Zubereitung und Darreichung spezieller Kostformen; des weiteren die Pflege des Neugeborenen und der Wöchnerin.
Die Betreuung erstreckt sich auf Bereiche, die weder von einer Krankenschwester oder einer Hebamme noch von einem Arzt durgeführt werden müssen. Die Kooperation mit Fachpersonal ist selbstverständlich.

-Haushaltsmanagement:
Es beinhaltet alle Tätigkeiten, die die notwendige Weiterführung des Haushaltes betreffen, z.B. Einkaufen (unter Berücksichtigung des Haushaltsbudgets), Kochen, incl. Zubereitung von Schon -und Diätkost, Wäschepflege, kurz -oder langfristige Wirtschaftsplanung. Die täglich erforderlichen Verrichtungen erfolgen ggf. unter Einbeziehung und Anleitung von Familienangehörigen.

-Weitere Hilfen / Beratungsleistungen:
Die Fachkräfte können Beratung zu weiteren istitutionellen Hilfen und Angeboten geben, wie beispielsweise:
-Schuldnerberatung
-Drogenberatung
-Hilfen bei Gewalt und Mißbrauch
-therapeutische Angebote

Auf Wunsch leisten Familienpflegerinnen Hilfe bei der Vermittlung und Kontaktaufnahme zu den Beratungsstellen und bei der Ausführung der notwendigen Antragsformalitäten.

Familienpflegerinnen arbeiten selbständig in fremden Haushalten, in unterschiedlichsten Familientypen mit verschiedenen Erziehungsstilen, Anspruchsniveaus und Haushaltsbudgets.

Der Zeitrahmen richtet sich nach Bedarf un Notsituation. Er kann sich über Stunden, Tage, Wochen oder Monate erstrecken. Die selbstverantwortliche Tätigkeit mit wechselnden Arbeitsbedingungen stellen hohe Anforderungen an die Fachkraft. Die Qualität der Leistung wird durch ausgebildetes Personal gewährleistet.
Familienpflegerin ist ein staatlich anerkannter Beruf !

Die Kosten für Familienpflegeeinsätze werden von den zuständigen Jugendämtern,den gesetzlichen Krankenkassen, der Pflegeversicherung oder privat getragen.
.

Die hier dargestellte Grafik verdeutlicht wie die
Antragswege für die ambulante Familienpflege verlaufen.
 
Verordnung des behandelnden Arztes(nur im Krankheitsfällen, bei Schwangerschaft und Geburt)
Antrag an die Krankenkasse
Bewilligung der Krankenkasse
     
     
-
-
Ablehnung oder Teilbewilligung der Krankenkasse -
-
- -
 
     
     
 
 
Antrag an das zuständige Jugendamt
Bewilligung des Jugendamtes
Bewilligung der Krankenkasse

Voraussetzung für die Jugendhilfeleistung nach § 20 SGB VIII
ist immer
- daß mindestens ein Kind unter 14 Jahren im Haushalt lebt und der Elternteil, der die überwiegende Betreuung des Kindes übernommen hat, aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen ausfällt und andere Personen nicht in ausreichendem Umfang helfen können,

- daß vorhandene Möglichkeiten der Betreuung und Versorgung des Kindes in Tageseinrichtungen und Tagespflege nicht ausreichen,

- daß das Kind erkrankt und dadurch von dem Besuch der Tageseinrichtung ausgeschlossen ist.

Wichtig!
Wenn im Vorfeld die Krankenkassen einen Antrag auf Haushaltshilfe ablehnen sollten, benötigt das Jugendamt unbedingt einen schriftlichen Nachweis der Krankenkasse das sie die Kosten nicht übernehmen.

Anträge!

Sollte die Notsituation aus der Erkrankung eines Elternteils entstanden sein, welches den überwiegenden teil der Versorgung und Betreuung des Kindes bzw der Kinder hat und keine weitere im Haushalt lebende Person die Aufgabe übernehmen kann, dann kann man einen Antrag auf Haushaltshilfe bei seiner zuständigen Krankenkasse stellen.

Zur Antragstellung benötigt man ein ärztliches Attest / Verordnung, welches man dem Antrag beifügt.
Die Antragsformulare erhält man im allgemeinen recht schnell bei seine Krankenkasse.
Das ärztliche Attest sollte unbedingt zwei wichtige Punkte beinhalten:


1. Sollte unbedingt inhaltlich festgelegt sein, daß man bedingt durch die Erkrankung nicht in der Lage ist das Kind / die Kinder (im vollem Umfang) zu versorgen bzw die Verantwortung zu übernehmen. (Nicht das da steht, daß man den Haushalt nicht führen kann.....dies ist ein grober Fehler, da sich ja die Hilfe immer auf das Kind ausrichtet und nicht auf den Haushalt!)

2. Sollte die Anzahl der Stunden beschrieben werden die benötigt werden und vor allem wie oft in der Woche.
Also zum Beispiel: 8 Stunden pro Tag / 7X die Woche.

 

Quelle : www.kinderschreie.de

Aktuelles

24.05.2017 Fotos "Soziale Meile 2017 "

 

12.05.2017  Neues vom Hundebesuchsdienst

 

11.01.2017 Neues Startseite

 

13.12.2016 Neue Bilder unserer Adventsfeier

 

09.12.2016 Neues Startseite

 

22.09.2016 Neues Startseite

 

09.05.2016 Neuer Video Startseite

 

 02.05.2016

Neues Startseite

 

08.012016

Neues Startseite

 

--------------------09.12.2015

Bilder Startseite

 

03.12.2015 

Suchen Examinierte Pflegekräfte und Pflegehelfer-/innen

 

02.12.2015  Adventfeier

 

10.04.2015

Besuch von Kevin bei unseren Therapiehunden

hier klicken !

10.04.2015

Stellenangebot für Sie, kommen Sie in unser Team :

Examinierte Fachkräfte ; Altenpfleger/-in oder Krankenschwester/-pfleger in Voll- oder Teilzeit oder nur Wochenende

Näheres unter 09561/74200

 

 

27.01.2015

Neue Homepage online !

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ruth Schneider